NEUSIEDLER SEE-RADWEG
Die Sonnenseite Österreichs auf 132 km mit dem Fahrrad erkunden
Wussten Sie, dass es im Alpenland Österreich auch einen Steppensee gibt – und noch dazu den westlichsten Mitteleuropas?
AUF EINEN BLICK
LÄNGE: 132 km (38 km auf ungarischem Staatsgebiet)
HÖHENUNTERSCHIED: minimale Höhenunterschiede
STRECKE: Durchgehend asphaltierter Radweg mit Ausnahme des Teilstücks zwischen Weiden am See und Podersdorf am See, teilweise verkehrsarme Nebenrouten in Ungarn.
BESCHILDERUNG: B10, grüne Tafeln mit weißer Schrift
RADLITERATUR: Informationen und Themenbroschüren über die Region Neusiedler See – natürlich auch die Raderlebniskarte „Rauf und davon!“ mit wertvollen Tipps, Radreparaturstellen, -verleih und -taxis und Fahrradfähren – können bei der Neusiedler See Tourismus GmbH (siehe unten) angefordert werden. Die Zusendung erfolgt natürlich kostenlos.
FAMILIENEIGNUNG: besonders für Familien geeignet
INFORMATION
NEUSIEDLER SEE TOURISMUS
7100 Neusiedl am See, Obere Hauptstraße 24
Tel.: +43(0)2167/86 00
Fax: +43(0)2167/86 00-20
E-Mail:
info@neusiedlersee.com
http://www.neusiedlersee.com
Und um diesen Steppensee führt durch eine Welterbe Region der Neusiedler See Radweg als Teil eines Radwegenetzes von 550 km.
Er ist der wohl bekannteste und daher auch meistbefahrene Radweg der Region Neusiedler See. Die Strecke führt entlang des Schilfgürtels - teilweise mit traumhaftem Ausblick zum See – durch Weingärten, Feuchtwiesen und Salzlacken Richtung Ungarn.
Von Neusiedl am See über Weiden am See kommend führt der Radweg den Radfahrer auf der Ostseite durch den Nationalpark Neusiedler See Seewinkel, vorbei an Mangalizaschweinen in Podersdorf am See, dem Nationalparkzentrum in Illmitz und Graurindern in Apetlon. Hier besticht vor allem die endlose Weite und Offenheit der Landschaft. In Pamhagen überquert er nun schrankenlos die Grenze nach Ungarn. Über Fertöd – das Schloss Fertöd ist das ungarische Pendant zum Schloss Esterházy in Eisenstadt - Hidegség und Balf geht es nach Fertörákos, wo wieder österreichisches Staatsgebiet befahren wird. Die Westseite des Sees wartet mit kulturellen Überraschungen auf: Dem Seefestspielort Mörbisch mit seinen Hofgassen,
der kleinen historischen Stadt Rust - auch als Drehort der Fernsehserie „Winzerkönig“ bekannt, der ältesten Rotweingemeinde Oggau und Donnerskirchen, wo die Bergkirche sich an die Hänge des Leithagebirges schmiegt. In Purbach, Breitenbrunn und Winden gibt es gut erhaltene Kellergassen zu sehen, die zum Teil auch heute noch genutzt werden. Über Jois zurück in die Bezirkshauptstadt Neusiedl am See schließt sich der Kreis des Radweges. Bemerkenswert sind die Designrastplätze: teils mit stylischen Windesegeln bzw. einer Schilfkuppel mit Sitzbänken und Tisch spenden Schatten und Schutz vor dem Wind, Aussichtstürme bieten einen phänomenalen Blick über den See bis in die ungarische Tiefebene. Die mit wenigen Ausnahmen durchgehend asphaltierte Strecke bietet vielfältige Variationsmöglichkeiten, da sie an alle weiteren 11 Radwege angebunden ist. Das Streckenprofil der Radwege ist meist eben, längere Steigungen sind nur am Kirschblütenradweg sowie in der Region Rosalia auf dem Rosaliaund dem Kogl - Radweg zu bewältigen. Wer den Neusiedler See Radweg nur auf österreichischer Seite nutzen will, kann die "Abkürzung" mit der Fahrradfähre zwischen Illmitz und Mörbisch nehmen. Die Fahrradfähre verkehrt in den Sommermonaten jede Stunde in beide Richtungen; so lässt sich das Radfahren auf dem 82 km Rundkurs gleich mit einer Schifffahrt auf dem annonischen Steppensee verbinden. Ein heißer Tipp nach einer ausgiebigen Radtour ist jedenfalls ein Besuch in der St. Martins Therme in Frauenkirchen, wo Sie Körper und Seele vom wohlig warmen Wasser verwöhnen lassen können.
TIPP: Mit der Neusiedler See Card (für Nächtigungsgäste in über 730 Partnerbetrieben kostenlos!) gibt es von Anfang April bis Ende Oktober unter anderem freien Eintritt in See-, Frei- und Hallenbäder, Museen, Erlebniswelten und Gratisfahrt mit dem regionalen öffentlichen Verkehr.